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Was Sie über Zink wissen sollten

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Glänzendes Zink bietet keinen optimalen Schutz

Fabrikneue Pfähle haben eine metallisch hellglänzende Oberfläche. Bei Lagerung im Trockenen bleibt dieses ”neue“ Aussehen sehr lange erhalten. Im Freien, wenn der Pfahl der Luftfeuchtigkeit ausgesetzt ist, bildet sich die bereits erwähnte Patina-Schutzschicht aus basischem Zinkcarbonat. Dieser graue Überzug ist porenfrei, kaum wasserlöslich und blättert auch bei Temperaturschwankungen nicht ab.
Ohne diese Schutzschicht wird Zink von Dauernässe innerhalb weniger Wochen zerstört, von Nässe in Verbindung mit Mineraldünger binnen Tagen.
Dabei wird Zink zu „Weißrost“ (Zinkhydroxid), einem weißen Pulver, das nur lose am Stahl haftet – die Schutzwirkung der Verzinkung geht auf diese Weise schnell verloren. Befolgen Sie deshalb bitte unsere Hinweise zur richtigen Handhabung!

Kleine Kratzer? Kein Problem!

Kleinere Kratzer oder unverzinkte Profilkanten werden passiviert, d.h. Korrosionsprodukte des Zink lagern sich auf ihnen ab und verlangsamen den Korrosionsprozess. Außerdem entsteht unter Einfluss von Luftfeuchtigkeit oder Regenwasser als Elektrolyt ein Spannungsgefälle vom Zink zum Stahl. Dadurch löst sich das umgebende Zink auf (es „opfert“ sich), der Stahl bleibt erhalten und wird nicht unterrostet (siehe Grafik).

Größere Beschädigungen müssen repariert werden

Was sich bei kleineren Beschädigungen positiv auswirkt, kann bei größeren Schadstellen die Verzinkung gefährden. Die kathodische Schutzwirkung sorgt dann nämlich dafür, dass Zink aus der Umgebung abgetragen und schließlich die Verzinkung großflächig zerstört wird.
Schadstellen von mehreren Millimetern sollten Sie deshalb behandeln: Entrosten Sie die betreffenden Stellen und bringen Sie Zinkfarbe auf. Zwar ist die Reparatur mit Zinkfarbe einer Feuerverzinkung keinesfalls ebenbürtig, doch Sie verlängert die Lebensdauer der Verzinkung erheblich.